Uli Hoeneß besucht Schiedsrichter-Tagung
22.7.2008 von Mo.
Hallo.
Wie fast jedes Mal gönne ich mir einmal pro Woche den Luxus und lege mir die illustrierte Montagsausgabe des Fach –und Sportmagazins Kicker zu. Oft ist es sehr informativ manchmal sogar amüsant, doch dieses mal ordneten sich beim Lesen eines Artikels meine Gefühle irgendwo zwischen Empörung und Belustigung ein. Ich zitiere aus der Montagsausgabe vom 21. Juli 2008 von Seite 35. Die Überschrift erklärt den Artikel eigentlich schon selbst: „Uli Hoeneß: Da müsst ihr mal zwei, drei Elfer geben“.Ich zitiere weiter: „Am vergangenen Wochenende trafen sich im Sport-Center Kamen-Kaiserau 20 Erst-, 22 Zweitliga-Schiedsrichter, Mitglieder des Ausschusses und die Coaches der Unparteiischen zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Bayern-Manager Uli Hoeneß kam am Freitag auf einen Kurzbesuch mit regem Gedankenaustausch. […] Uli Hoeneß formulierte in Kaiserau seine Wünsche an die Schiedsrichter.
“Natürlich stellt sich nun die Frage was ein Herr Hoeneß auf einer Schiedsrichter-Tagung verloren hat? Thema war das Halten im Strafraum, worauf der Bayern-Ötzi die Schiris aufforderte schneller abzupfeifen um Elfmeter zu geben. Vergessen hat er jedoch die Unparteiischen aufzufordern, diese neuen Anweisungen nur im gegnerischen Strafraum anzuwenden. Ich schätze das wird er bei der nächsten Tagung nachholen. Meiner Meinung kommt diese Forderung nicht von Ungefähr. Denn wenn man einen derart zimperlichen und wehleidigen Spieler wie Luca Toni in den eigenen Reihen hat, der bei jedem kleinsten Körperkontakt sich schützend zu Boden schmeißt, ist es nur logisch die Schiedsrichter in die Richtung zu beeinflussen, dass bei solchen Situationen Elfmeter gepfiffen wird. Aber wir haben uns schon oft genug über Herrn Toni ausgelassen und das soll hiermit ein Ende haben! Es ist nicht leicht bei einer Körpergröße von fast 2 Metern und einem Gewicht von über 90 Kilo bei einem kleinen Rempler auf den Beinen zu bleiben. Man sieht doch jedes Mal nach einem üblen Foul an seinem Mutter-Theresa-Blick und den flehenden Gesten, dass ihm Unrecht getan wurde. Wie Schweinchen Babe schaut er traurig zu den Unparteiischen auf um ihnen irgendwie kenntlich zu machen, dass er der am ungerechtesten behandelte Fußballer im ganzen Universum ist. (Zur Zeit befindet sich Lukas Podolski bei Luca Toni in der Ausbildung, weil Poldi diesen Blick auch anwenden möchte wenn er Klinsi um einen Stammplatz bittet. Aber das ist ein anderes trauriges Bayern-Kapitel). Vielen Bayern-Fans ist sicherlich schon aufgefallen, dass viel zu selten Elfmeter für ihre Helden, Idole, Süßen-Italiener oder für ihre Schweinis und Poldis gepfiffen werden. Vor allem dann nicht wenn es unbedingt von Nöten ist, wie z.B. bei einem 0:0 in der Nachspielzeit. Das ist eine bodenlose Frechheit. Die Aufforderung von Uli Hoeneß bei Halten und Rempeln im Strafraum schneller Elfmeter zu pfeifen, ist ein erster kleiner Schritt auf dem Weg, die ständige Benachteiligung der Bayern gegenüber anderen Bundesligisten zu vermindern. Doch lieber Uli, es ist noch ein langer Weg zur vollständigen Gleichberechtigung. Gib alles und kämpfe weiter!!!
In diesem Sinne, bis zur nächsten Schiedsrichter-Tagung wenn Uli Hoeneß den Unparteiischen erklärt wie sie zu pfeifen haben.
Mit freundlichen Grüßen
M.B.